Erdinger Stadttriathlon Kurzzusammenfassung
Der Erdinger Stadttriahtlon ist mein allerallererster Triathlon der olympischen Distanz. Und … ich mach mir fast in die Hose vor Aufregung und Lampenfieber. Darauf hab ich mich jetzt ein Jahr vorbereitet und das ist doch recht viel zum Schwimmen, Radfahren, Laufen. Finde ich.
Sch…Wetter. 16 Grad Wassertemperatur. Total unlustig in dieses fiese kalte Gewässer zu gehen, stehe ich am Start. Die Sinnfrage kommt wieder auf. WARUM mache ich das überhaupt? Ich erinnere mich an die Worte des Freundes: “Wenn Du über die Ziellinie läufst, dann weißt Du warum.” Ja-danke.
Startschuss. Lustlos laufe ich ins Wasser. Lieber gleich schwimmen als später. Ziel: durchkraulen. Die erste Boje. Erreicht. Etwas Zick-Zack-Kurs. Nächste Boje. Uh -zu schnell. Kurz Luft holen auf dem Rücken. Weiter. Schwimmen läuft. Noch ein-, zweimal kurz Rückenschwimmen oder Brust wegen Luftholen oder Orientierung und kurz vor dem Ausstieg bin ich im Kraulrhythmus. Noch nie bin ich so entspannt aus dem Wasser raus.
Einmal durch den Matsch laufen. Ich lass mir Zeit beim umziehen. Schocki mit Wasser schnell runterspülen. Ein Windchen in der Wechselzone überzeugt mich, die Soft-Shell anzuziehen. Rauf aufs Rad. Rad ist meine schlechteste Disziplin. Okay – 1:45 Zielzeit. Ich hab nix zu verlieren. Ca. tausend Leute überholen mich. Ruuuhig. Nur nicht verzocken. Schlimmster Teil: zweimal voll Regen. Sehe wenig. Schönster Teil: ein Typ im Wettbewerb – superschnell und fit – feuert mich am Berg an. Bin gerührt und angespornt. Und der ältere Herr mit dem Porsche und dem Bierbauch am Wegesrand spornt einen auch an.
Komme fit in die Wechselzone. Ein Gel schon gefuttert. Brav – obwohl kein Durst vorhanden, weil eh bis auf die Soft-Shell durchnässt – das Wasser getrunken. Schnelltrocknende Fasern sind bei dem Wetter unnütz. Wieder zurück in meinen Wechselzonenmatsch. Wechsel die Jacke. Zweite Jacke auch nass. Super. Das Handtuch ist Wurscht. Socken ja – sonst Blasen. Socken auch nass. Besser als nix. Fange an mit langsamen Laufen. Nur noch ein Drittel. Zweites Gel. Bääh. Das kriegt ne Familie mit und ein Kind fragt, warum ich bäh sage: der Vater erklärt sachkundig, Gels schmecken nicht so doll. Laufe 1 km. 2 km. Alles gut. Usw. Schüttle noch Reste von Wasser aus meinem linken Ohr. Ab durch die Innenstadt. Die Schallmeien spielen ABBA. Mir geht’s gut. In der Erdinger Innenstadt wird man unterstützt. Danke Leits. Km 6. Kurze Konversation mit einer Dame wohin denn die letzte Runde geht. Erkläre es ihr und verspreche ich werde nicht mehr schneller. Muss sie aber dann doch enttäuschen und hänge sie ab. Km 9. Ich geb Gas. Ups – das Ziel ist schon da. Röchel ins Ziel. Bin seehr glücklich. Treffe den Freund und hau ihm auf den Rücken.
Wow. Bin begeistert. Was miese Startbedingungen für das erste mal. Auf der Heimfahrt sagt der Freund noch, dass, wenn ich jetzt nicht total platt wäre, wäre ich zu langsam Rad gefahren und gelaufen. Haha.
Zeit weiß ich noch nicht (jetzt schon: 3 h 15 min 20 sec). Hat aber super viel Spass gemacht. Gerne wieder.
Ab jetzt widme ich mich den Balkonpflanzen und der WM.
Vaude Überschuhe fürs Rad – mal nicht so toll
Meistens bin ich ja sehr begeistert von meinen Neuanschaffungen. Diesmal nicht. Die Vaude-Überschuhe für Radschuhe gehören in die Tonne.
Der Freund und ich haben beide die gleichen Erfahrungen gemacht: Überschuhe von Vaude in einem großen Sporthaus gekauft (dort gibt es nur die!) – angezogen – Reissverschluss geht auseinander – Frust! – Reissverschluss mühsam wieder zusammen gebastelt – Nerv! – und ab zum Fahren.
Zweiter Versuch: Gescheitert. Der Reissverschluss reißt wieder auseinander.
Dritter Versuch: es gab keinen dritten Versuch. Die Dinger wurden in das große Sporthaus zurück getragen und dort reklamiert.
Und was nun, damit die Füße auf dem Rad bei Winter-/ Frühjahrstemperaturen nicht abfrieren?
Ganz einfach: irgendein Modell von Rose bestellen. Der Freund und ich haben jeweils ein anderes Modell gekauft und nichts ist bisher eingerissen. Das die Neopren-Überschuhe da auch noch mehr als ein Drittel billiger sind und – verstehe einer das – besser am Radschuh anliegen, erfreut natürlich zusätzlich.
Hier noch ein paar Bilder von den Vaude-Überschuhen mit dem fipsigen Reissverschluss.
April, April – los geht’s in die Trisaison!
Wer jetzt gedacht hat, ich hätte mir umsonst den Sailfish-Neopren, mein tolles Rad und Unmengen mehr Ausrüstung gekauft (das Neopren-Bild bringt mir peinlicherweise die meisten Klicks auf meinen Blog) und würde mich nur noch auf das langweilige Fotografieren von S-Bahnhöfen spezialisieren, hat sich geschnitten.
Wer die Überschrift liest, sieht schon, dass ich auch so peinliche Wörter wie Trisaison mittlerweile verwende. Wenn es schon mal soweit ist, dann ist was passiert über den Winter ….
Viel ist diesen Winter passiert! Ich habe mich bei miesem Wetter laufend um die Isar gequält, habe einen Kraulkurs belegt, und den danach für Fortgeschrittene auch noch. Bin auf’s Ergometer gehüpft (selten) und mich zu Tode gelangweilt.
Warum? Der Wahnsinn trieb mich – ich will dieses Jahr meine erste Kurzdistanz machen. Wieso? Nach Hamburg im letzen Jahr, habe ich beschlossen, dass ich jetzt mal Ernst(er) mache. Zum Spass.
Im Februar bin ich, als Vorbereitung, meinen ersten Halbmarathon gelaufen. In Ismaning unter sehr widrigen Bedingungen. Okay – ich bin angekommen. Über die Zeit schweige ich mich lieber aus.
Abgenommen habe ich nicht wirklich diesen Winter und habe irgendwelche Diäten an den Nagel gehängt. Ich esse einfach zu gerne. Dafür habe ich ein paar Zentimeter Bauchumfang verloren (so ca. 3 cm). Man darf sich auch über Kleinigkeiten freuen.
Seit vier Wochen hat auch das Rennrad neue Reifen:
Und wurde auch schon einmal nach Starnberg gescheucht.
Ich bin gespannt, wie’s dieses Jahr aussieht mit den Zeiten bei den Triathlons. Hat sich die Mühe gelohnt? Komme ich in der Kurzdistanz überhaupt an? Bin ich bei der Sprintdistanz schneller?
Der Thrombose-Strumpf ist dort angekommen, wo er hingehört
Ich wusste, die Thrombosestrümpfe würden es auf den Laufsteg schaffen. Heute titelt die Süddeutsche Zeitung: Presswurst vom Designer.
Tatsächlich hat sich die Mode schon oft beim Sport als Inspiration bedient. Man denke nur an Rucksäcke, Turnschuhe (jetzt Sneakers) und den guten alten Jogginganzug – früher in Ballonseide und heutzutage gerne in Berlin beim Brunch aus rosa (türkisen) samtähnlichem Stoff mit Glitzerkrönchenapplikationen.
Und jetzt endlich – der Stützstrumpf. Das hässliche Entlein der Läufergemeinschaft wird zum Schwan. Mittlerweile sportlich fröhlich in pink zum Turnschuh erhältlich wird er nun wohl bald auch in der Innenstadt mit Plateausohlen kombiniert werden.
Ich warte auf die modische Zweitverwertung von Grubenlampen am Stirnband und Getränke-Patronengürteln.
Abnehmen oder auch nicht mit Tim Ferris
Nur kurz: am Wochenende habe ich ein sehr leckeres Chili con carne gekocht und mich vor allem davon ernährt. Ein Döner war allerdings auch dabei. Ergebnis: 58,9. Schwupps. Das ging ja schnell.
Ich habe mich entschieden, auf keinen Fall auf meinen Morgen-Latte-Macchiatto zu verzichten und auch tagsüber noch Milch zu mir zu nehmen.
In der Kantine wird jetzt – etwas komisch – das Huhn oder der Fisch aus der Panade gepuhlt und dazu Gurke oder grüner Salat und – falls auffindbar – ein paar Hülsenfrüchte verspeist. Noch befinde ich mich mitten im Leben und bin auch bei der Mittagsspeisung noch kein Außenseiter geworden. Hunger habe ich auch keinen. Mal sehen, ob ich dabei aber auch abnehme. Ende der Woche gibt es wieder ein Ergebnis. … Spannung!
Update am 18.09.09: 58,4 kg… immerhin nochmal ein halbes Kilo. Und ich bin nicht besonders hungrig. Sehr positiv.
Update am 29.09.09: Pause mit Diät seit einer Woche aufgrund von Oktoberfest (jaja – soviel zur Selbstdisziplin); Gewicht bleibt aber konstant.
Update am 12.10.09: Gewicht bleibt konstant trotz Oktoberfest und Erkältung und deshalb keiner Diät. Ab heute wieder Diät in Anlehnung an Tim Ferris mit leichten Abwandlungen, wie bpsw. einem leckeren Saltimbocca statt nur Fleisch so. Mittags in der Kantine werde ich ab jetzt weniger Fleisch essen.
Update am 05.11.09: Ich befürchte, mit Tim Ferris wird das nichts. Nicht weil das generell nicht funktioniert, sondern weil es nicht zu meinem Umfeld passt und mir die Disziplin fehlt. Die positive Nachricht: viel Sport hilft. Ca. 5 Stunden pro Woche. Mehr Salat am Mittag hilft. Die Waage bewegt sich endlich wieder nach unten. Grundsätzlich befolge ich aber Mr. Ferris Ansatz: viel Gemüse, Hülsenfrüchte und mageres Eiweiß.
04.11.2010 Unglaublich aber wahr: ein Kilo weniger ueber die Feiertage! Wunder gibt es immer wieder *sing*. Unglaublich viel gutes Essen und Feiern sind mein neues Diaetgeheimnis.
Aufrüsten im Triathlon – noch was
Der Freund ist neidisch, weil ich den besseren Neopren und das bessere Rennrad habe. Er versucht mit faulen Ausreden a la “Mein Neopren ist mir zu eng, ich habe mehr Muskeln als früher” weitere Investitionen zu rechtfertigen.
Ich fahre mein neues Rennrad
Wie schon erwähnt – ich habe seit einigen Wochen mein erstes Rennrad und habe bereits zwei Ausflüge (50km und 90km) hinter mir.
Huh – Rennrad fahren macht Spass. Schnell ist das! Und cool sieht’s auch noch aus – das Rad jedenfalls.
Das Rad war ja sozusagen ein Risiko-Kauf (noch nie auf einem Rennrad gesessen, Rahmen mal gerade so ausgemessen, nicht mal den Sitz ausprobiert). Und – ich habe ein Riesenschwein gehabt. Alles perfekt. Sitz sitzt (klar mit Radlerhose an). Kein zwicken oder drücken. Vorbau passt auch – abgesehen vom Muskelkater in Armen und Schultern.
Allein die Klick-Pedale (auch damit noch nie gefahren) bereiten mir größte Freude: bereits zweimal in Zeitlupe im Stehen zur Seite gekippt und nicht schnell genug rausgekommen. Autsch. An dieser Stelle sei mein Bruder zitiert: “Die einen sind schon mit den Klickies auf die Schnauze gefallen, die anderen haben es noch vor sich.” Danke für diese geballte Lebensweisheit. Auch das Grinsen des Freundes (hinter einer Fassade des Mitgefühls) war nicht herzerwärmend.
Ich spüre eine lebenslange Hass-Liebe zu diesen Dingern in mir aufkeimen (sind übrigens von LOOK, falls es jemanden interessiert). Die muss ich jetzt noch zu meiner Triathlohn-Einkaufsliste hinzufügen.
Ich kaufe ein Rennrad
Triathlon = Materialschlacht! Diese Regel beherzigend und massiv frustriert durch den Platz, den ich auf dem Rad gemacht habe in Hamburg (200 Plätze schlechter als Laufen und Schwimmen) habe ich den Entschluss gefasst: ein Rennrad muss her!
“Ich bin noch nie auf einem Rennrad gesessen, aber man kann ja alles lernen und so schwer sieht das nicht aus” – dachte ich mir und machte mich auf die Suche. Samt gemessenen Daten (Rahmen 47 oder 48) und kompetenten Berater sowie dem Budget im Hinterkopf (ca. 1400 Euro) ging es als erstes zu den großen Radgeschäften in München. weiter…
Aufrüstung im Triathlon
Nun denn – es ist soweit. Das Triathlon-Fieber hat mich endgültig gepackt und ich rüste auf – neben dem Neopren habe ich mir jetzt auch noch ein Rennrad gekauft. Eigentlich will ich gar nicht drüber nachdenken, aber hier die Rechnung dafür (als abschreckendes Beispiel). Kinder lernt und schaut – sucht Euch einen Sport aus, der weniger Geld kostet, wie bspw. …. Armdrücken vielleicht?
Rennrad 1500 Euro
+ Neopren 130 Euro
+ Schuhe für Rennrad 80 Euro
+ Hose für Rennrad 70 Euro
+ Handschuhe für Rennrad 30 Euro
+ Brille fürs Rennrad 80 Euro
+ Helm 130 Euro
+ Oberteil fürs Rennrad 20 Euro (ein Schnäppchen)
+ Badeanzug (der Hässliche) 70 Euro
+ Bikini (der Schöne) 80 Euro
+ Schwimmbrille 25 Euro
+ Laufhose 60 Euro
*Edit 07.09.09: + LOOK Pedale für 70 Euro*
*Edit 05.11.09: + Garmin Forerunner 305 135 Euro
+ regenfeste Jacke zum Laufen und Rennrad fahren 35 Euro …
am Jahresende höre ich auf weiteres aufzulisten!*
— Summasumarum 2275 2345 2515 € ungefähr. Aua. Und das ist noch die günstige Version! Ich bin mir sicher, man kann mit etwas gutem Willen noch eine Null dranhängen. Außerdem fehlen mir noch die 10 paar Sportsocken, die richtige Unterwäsche, Paddles und sonstiges Schwimmtrainingsgerät und was man eben sonst noch so braucht. Und der Einteiler eben.
P.S.: Okay – es gibt auch teurere Hobbies: Hochseefischen, Autorennen, Timber Sports.
Mein Neopren – der Triathlontest
Jetzt habe ich eigentlich schon oft genug über meinen Sailfish-Neopren (der Kauf, der Wassertest) geschrieben, wollte aber nochmal erwähnen, dass er mir in Hamburg wirklich die besten Dienste erwiesen hat und mich zu meiner besten Schwimmzeit geführt hat: 12:46 für 500 m. Und ich bin echt ein schlechter Schwimmer.
Liebe Leute von Sailfish – bekomme ich jetzt endlich mein versprochenes Geld?
Scherz beiseite: ich bin wirklich begeistert.




