Heute fällt die Entscheidung zu den olympischen Winterspielen 2018 …
und ich frage mich, ob es für München nicht Alternativen gibt. Große Sportveranstaltungen gehören mittlerweile zu einem wichtigen Marketing-Instrument von Städten. Viele Städte bewerben sich aber nicht um die olympischen Spiele, um sich positiv zu positionieren, sondern etablieren Ausdauer-Events. Das fängt bei New York, Berlin, Hamburg mit seinen beliebten und bekannten Marathons an und geht bei kleineren Regionen wie Roth und dem Kraichgau weiter, die sich über Triathlons einen Namen machen. Barcelona und Kopenhagen veranstalten mittlerweile auch einen großen Triathlon pro Jahr. Diese beiden Städte sind von der Größe und ihrer “Hipness” her sehr gut mit München vergleichbar. Nur in München scheinen Sportarten, die mit Laufen, Radfahren und Schwimmen zu tun haben und bei denen sowohl der Profi-Athlet als auch der Jedermann teilnimmt einen schweren Stand zu haben.
Triathlon Erding 2011
Erinnert sich noch jemand an meinen euphorischen Bericht über den Staddtriathlon Erding letztes Jahr? Das einzige Manko war ja das schlechte Wetter.
Dieses Jahr habe ich es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft, besonders viel zu trainieren und war mir gar nicht so sicher, ob ich bei dem so-la-la-Wetter wirklich teilnehmen wollte. Nachdem aber das Wetter morgens Sonne anttäuschte, machten wir (der Freund und ich) uns auf den Weg. Dann kam’s aber dicke:
Wellen im Kronthaler Weiher, so dass sogar Profi-Triathletenbeim Schwimmen gekotzt haben (ich hörte so ein Gerücht, will aber keine Namen nennen), beim Radfahren Hagel, Eiseskälte und übler Wind von allen Seiten, ausserdem hab ich mich verschaltet und musste den einen Berg das Rad hochschieben. Die Laufstrecke bin ich dann nur noch zu Ende gejoggt ohne viel Aufwand. Super-Triathlon!
Kann man stolz auf sich sein, wenn man einfach nur ankommt? Ich finde schon. Und irgendwann musste ich eh so lachen, weil alles so mies war, inklusive meiner Zeit
Auf ein neues Jahr und neues Glück. Erding ist immer noch eine tolle Strecke mit toller Stimmung.
Singlespeed basteln – Laufräder und der erste Bastelteil
Die Laufräder sind da.
Und die müssen schon mal angezogen werden:
Außerdem wurde am Wochenende noch der Gewindesteuersatz mit einer Schraubzwinge reingedrückt:
Jetzt heißt es warten auf die nächsten Teile.
*07.02.2011: die Aufkleber auf den Laufrädern habe ich abgepfriemelt, da ich die so schlicht wie möglich haben will. Aber kann mir jemand sagen, wie ich den Kleber der Aufkleber vom Rad bekomme? Ich hab’s schon mit Öl und Scheibenreiniger probiert und nix passiert.
Singlespeed basteln – die wirklich wichtigen Dinge
Nachdem die Dekorationseinkäufe jetzt abgeschlossen gehen, geht es an die Teile, mit denen man sich auch fortbewegen kann. Und ich weiss, warum ich mich darum bisher gedrückt habe: es ist wesentlich komplizierter und teurer als ein Lenker und ein paar Griffe oder Pedale.
Heute habe ich mich mal mit dem Begriff “Kettenlinie” auseinander gesetzt. Das bezeichnet eigentlich nur den Abstand vom mittleren Rahmen bis dahin, wo die Kette sitzt. Das sollte aber aus zwei Gründen beim vorderen und hinteren Laufrad gleich sein: die Kraftübertragung ist besser und die Kette springt nicht so schnell raus.
Praktisch ist das aber ein bisschen knifflig, da ich nicht tausend Teile zum ausprobieren hier habe, sondern möglichst alles passend bestellen will: Kurbel, Innenlager, Ritzel, Laufrad mit Nabe. Hier mein Versuch, das Ganze zu verstehen und rauszufinden, welche Teile in welcher Größe ich brauchen kann. Die schraffierte Fläche ist ungefähr der Bereich, in dem die Kette laufen kann. Der Bereich wird bei der Kurbel durch den Rahmen (70 mm an dieser Stelle) und die Einbaubreite der Nabe beim hinteren Laufrad begrenzt (130 mm). Die beiden Werte sind fix, da ich Rahmen und Laufräder (fast) schon habe. Typische Kettenlinien bei Singlespeeds/Fixies sind wohl 40 – 43,5 mm. Den Rest muss ich jetzt einfach auf gut Glück schätzen: Kurbel, Innenlager (vierkant, italienisch). Hoffentlich passen die beiden zusammen. Und ein Umbauset mit genügend Spacern.
Und wer sich intensiver mit der Kettenlinie (übrigens nicht mit Kettenlänge verwechseln) kann hier, hier und hier nachlesen, wie man rechnen kann. Ich fand’s ein ganz klein wenig verwirrend, aber am Ende hatte ich dann eine Vorstellung davon
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Singlespeed basteln – Teile kaufen
Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, ein einziges Teil einzubauen, aber man soll ja vorher auch alles parat haben. Daher hier aus UK und Deutschland weitere Teile:
Reifen von Duro, Sattel von San Marco, kleine Satteltasche, und Frogknogs. Welche Farbe soll es jetzt werden? Limonengrün oder weiter pink? Mal sehen.
Was fehlt denn jetzt noch? Eigentlich alles was wichtig ist: Laufräder, Kurbel, Innenlager, Kette, Ritzel, Bremsen, Sattelstütze.
Singlespeed basteln
Die ersten Teile sind da für das Singlespeed. Der Lenker, der Vorbau und die Griffe sowie die Schelle und die Pedale. Die Schelle wird nächstes Wochenende in der Werkstatt drangebaut. Die Griffe finde ich super. 

Ich baue mein Singlespeed
Verletzungsbedingt (bei Interesse Olecranonfraktur googlen) war lange nix anderes von mir zu sehen als Bilder von meinem Arbeitsweg. Das ist jetzt vorbei und eine neue Saison beginnt. Bin schon fleißig am trainieren (fleißig für Faule halt).
Zum Nikolaus (und anderen Anlässen nachträglich) habe ich einen Rahmen – yeah, in meiner Größe – geschenkt bekommen. Tausend lieben Dank. Und ab jetzt heißt es: basteln.
Der Rahmen ist schwarz und chrom (oder halt silber) und ein klein bisschen gold. Eher oldschool.
Und jetzt geht’s los: Die Idee ist – weils eher weiblich sein soll und mein Rennrad schon orange, gelb ist – pink, weiss, schwarz als Farben zu verwenden. Ich denke die ganze Zeit an eine Folge von “Pimp my Ride”, bei der die Jungs von “Westcoast Customs” so einen Truck in einen Traum aus Totenköppfen, pinken Accessoires, viel Chrom (der Grill!!) und einem schwarzen Body umgebaut haben. Auf der Ladefläche war ein schwarz-pinker Pool-Tisch. Wer die Folge auf You Tube findet soll sich bitte melden. Ich überlege mir gerade – vielleicht kann man einen der Kinder-Anhänger als Pool-Tisch an- und ausbauen?
Das ist der Rahmen:
Das “F” steht für “Feine”. Also ein feiner, feiner Rahmen. In 48.
Als erstes habe ich einfach mal wild rumgegoogelt und eine nette Seite gefunden: fixiestudio. Da kann man sich sein Singlespeed konfigurieren (mit ein paar Einschränkungen). Ich habe vier Entwürfe gemacht.
Welches der Modelle findet Ihr denn am interessantesten? Oder einfach am schönsten? Vorab: meine Favoriten sind Nummer 1 und Nummer 3. Habt Ihr andere Ideen? Ich freue mich auf Rückmeldungen.
Mit weiteren Details zum Einkauf, kann ich später aufwarten. Hach – die Qual der Wahl.
P.S.: nochmal zum Vergleich: bei einem 48er Rahmen sieht eh alles krass aus, also mit riesigen Rädern. Zum Vergleich hier nochmal das Rennrad. Deswegen hätte ich gerne fette “Rims”.
Erdinger Stadttriathlon Kurzzusammenfassung
Der Erdinger Stadttriahtlon ist mein allerallererster Triathlon der olympischen Distanz. Und … ich mach mir fast in die Hose vor Aufregung und Lampenfieber. Darauf hab ich mich jetzt ein Jahr vorbereitet und das ist doch recht viel zum Schwimmen, Radfahren, Laufen. Finde ich.
Sch…Wetter. 16 Grad Wassertemperatur. Total unlustig in dieses fiese kalte Gewässer zu gehen, stehe ich am Start. Die Sinnfrage kommt wieder auf. WARUM mache ich das überhaupt? Ich erinnere mich an die Worte des Freundes: “Wenn Du über die Ziellinie läufst, dann weißt Du warum.” Ja-danke.
Startschuss. Lustlos laufe ich ins Wasser. Lieber gleich schwimmen als später. Ziel: durchkraulen. Die erste Boje. Erreicht. Etwas Zick-Zack-Kurs. Nächste Boje. Uh -zu schnell. Kurz Luft holen auf dem Rücken. Weiter. Schwimmen läuft. Noch ein-, zweimal kurz Rückenschwimmen oder Brust wegen Luftholen oder Orientierung und kurz vor dem Ausstieg bin ich im Kraulrhythmus. Noch nie bin ich so entspannt aus dem Wasser raus.
Einmal durch den Matsch laufen. Ich lass mir Zeit beim umziehen. Schocki mit Wasser schnell runterspülen. Ein Windchen in der Wechselzone überzeugt mich, die Soft-Shell anzuziehen. Rauf aufs Rad. Rad ist meine schlechteste Disziplin. Okay – 1:45 Zielzeit. Ich hab nix zu verlieren. Ca. tausend Leute überholen mich. Ruuuhig. Nur nicht verzocken. Schlimmster Teil: zweimal voll Regen. Sehe wenig. Schönster Teil: ein Typ im Wettbewerb – superschnell und fit – feuert mich am Berg an. Bin gerührt und angespornt. Und der ältere Herr mit dem Porsche und dem Bierbauch am Wegesrand spornt einen auch an.
Komme fit in die Wechselzone. Ein Gel schon gefuttert. Brav – obwohl kein Durst vorhanden, weil eh bis auf die Soft-Shell durchnässt – das Wasser getrunken. Schnelltrocknende Fasern sind bei dem Wetter unnütz. Wieder zurück in meinen Wechselzonenmatsch. Wechsel die Jacke. Zweite Jacke auch nass. Super. Das Handtuch ist Wurscht. Socken ja – sonst Blasen. Socken auch nass. Besser als nix. Fange an mit langsamen Laufen. Nur noch ein Drittel. Zweites Gel. Bääh. Das kriegt ne Familie mit und ein Kind fragt, warum ich bäh sage: der Vater erklärt sachkundig, Gels schmecken nicht so doll. Laufe 1 km. 2 km. Alles gut. Usw. Schüttle noch Reste von Wasser aus meinem linken Ohr. Ab durch die Innenstadt. Die Schallmeien spielen ABBA. Mir geht’s gut. In der Erdinger Innenstadt wird man unterstützt. Danke Leits. Km 6. Kurze Konversation mit einer Dame wohin denn die letzte Runde geht. Erkläre es ihr und verspreche ich werde nicht mehr schneller. Muss sie aber dann doch enttäuschen und hänge sie ab. Km 9. Ich geb Gas. Ups – das Ziel ist schon da. Röchel ins Ziel. Bin seehr glücklich. Treffe den Freund und hau ihm auf den Rücken.
Wow. Bin begeistert. Was miese Startbedingungen für das erste mal. Auf der Heimfahrt sagt der Freund noch, dass, wenn ich jetzt nicht total platt wäre, wäre ich zu langsam Rad gefahren und gelaufen. Haha.
Zeit weiß ich noch nicht (jetzt schon: 3 h 15 min 20 sec). Hat aber super viel Spass gemacht. Gerne wieder.
Ab jetzt widme ich mich den Balkonpflanzen und der WM.
Vaude Überschuhe fürs Rad – mal nicht so toll
Meistens bin ich ja sehr begeistert von meinen Neuanschaffungen. Diesmal nicht. Die Vaude-Überschuhe für Radschuhe gehören in die Tonne.
Der Freund und ich haben beide die gleichen Erfahrungen gemacht: Überschuhe von Vaude in einem großen Sporthaus gekauft (dort gibt es nur die!) – angezogen – Reissverschluss geht auseinander – Frust! – Reissverschluss mühsam wieder zusammen gebastelt – Nerv! – und ab zum Fahren.
Zweiter Versuch: Gescheitert. Der Reissverschluss reißt wieder auseinander.
Dritter Versuch: es gab keinen dritten Versuch. Die Dinger wurden in das große Sporthaus zurück getragen und dort reklamiert.
Und was nun, damit die Füße auf dem Rad bei Winter-/ Frühjahrstemperaturen nicht abfrieren?
Ganz einfach: irgendein Modell von Rose bestellen. Der Freund und ich haben jeweils ein anderes Modell gekauft und nichts ist bisher eingerissen. Das die Neopren-Überschuhe da auch noch mehr als ein Drittel billiger sind und – verstehe einer das – besser am Radschuh anliegen, erfreut natürlich zusätzlich.
Hier noch ein paar Bilder von den Vaude-Überschuhen mit dem fipsigen Reissverschluss.
















